Zweigverein Kassel     

 

Veranstaltungskalender 2018

Veranstaltungen im 1. Halbjahr 2018

Vorträge, Gespräche, Führungen, Tagungen und Exkursionen

Änderungen vorbehalten

Falls ein Vortrag geändert oder verschoben werden muss, bzw. die Räumlichkeiten sich ändern, werden wir das auf dieser Seite bekannt geben und auch die hiesige Presse (HNA) um entsprechende Veröffentlichung bitten.

Bitte beachten Sie:
-  die wechselnden Veranstaltungsorte,   
-  die Informationen in der Tageszeitung und
-  den Beginn unserer eigenen Vortragsveranstaltungen um 19.00 Uhr


Mittwoch, 31. Januar 2018, Naturkundemuseum (Ottoneum), Steinweg 2, 34117 Kassel
                  18:30 Uhr Mitgliederversammlung 2018 des Zweigvereins Kassel.
                  Die Einladung mit der Tagesordnung ist für Mitglieder beigefügt.

                  19:30 Uhr Dr. Ulrike Hanschke:
                  "Abriß" und "Invention" Nordhessen in den Zeichnungen des Landgrafen Moritz


Nur wenig bekannt sind bislang die architektonischen Handzeichnungen Landgraf Mo-ritz‘ von Hessen-Kassel (1572-1632), die im europäischen Kontext einzigartig sind und als umfangreiches Konvolut in der Handschriftenabteilung der Universitätsbibliothek Kassel aufbewahrt werden. Einige der interessantesten Zeichnungen, die Kassel und Nordhessen aus einer ungewohnten Perspektive zeigen, werden in diesem Buch vor-gestellt und ihr historischer und kunsthistorischer Kontext erläutert.


Öffentliche Vorstellung des neuen Bandes der Kasseler Beiträge zur Geschichte und Landeskunde (Mitglieder des VHG erhalten ihn zum Sonderpreis)

Donnerstag, 22. März 2018, 18.30 Uhr, Museum Fridericianum
Prof. Dr. Martina Sitt:


Ins Bild gesetzt – Landgraf Carl und die Wissenschaftsillustrationen der Gelehrten des Collegium Carolinum


Dialoge zwischen Kunst und Wissenschaft am Hofe Landgraf Carls


Bevor ein Künstler für einen Wissenschaftler tätig werden und dessen Forschungsergebnisse visualisieren kann, müssen eine Reihe von Fragen geklärt werden. Dieser spannende Prozess der Übersetzung und ggf. Konkretisierung wird hier anhand von aussagekräftigen Beispielen aus der Zeit der Forschung am Collegium Carolinum verdeutlicht. Es geht dabei auch um den erkenntnistheoretischen Wert von Objektivität anhand wissenschaftlicher Abbildungen.


Donnerstag, 05. April 2018, 18.30 Uhr, Museum Fridericianum
Bjoern Schirmeier:


Die Suche nach neuen Antrieben am Hof von Landgraf Carl:
Dampf und Räder


Um 1700 wurden die Nachteile bestehender Antriebsmaschinen immer offenbarer. Der Einsatz von Tier- und Menschenkraft war nur begrenzt nach oben skalierbar und Wind- und Wasserkraft waren auf bestimmte Orte eingeschränkt. Auf der Suche nach Alternativen boten sich zwei Möglichkeiten für Landgraf Carl an: Dampfkraft oder ein Perpetuum Mobile. Die Möglichkeiten des Einen und die Unmöglichkeit des Anderen waren höchst umstrittene Themen der Zeit.


Donnerstag, 12. April 2018, 18.30 Uhr, Museum Fridericianum
Prof. Dr. Irmtraut Sahmland:


Gesund und krank während der langen Regentschaft Landgraf Carls (1677–1730)


Der Vortrag geht der Frage nach, welche gesundheitspolitischen Impulse in der Regierungszeit Landgraf Carls zu verzeichnen sind, nachdem erstmals 1616 und dann erst wieder 1768 eine Medizinalordnung erlassen wurde. Ferner sollen die Leibärzte der Landgrafenfamilie vorgestellt und ihre medizintheoretische Ausrichtung sowie ihr praktisch-therapeutisches Handeln charak-terisiert werden.


Donnerstag, 19. April 2018, 18.30 Uhr, Museum Fridericianum
Prof. Dr. Christina Vanja:


Reformiertes Waisenhaus und neues Zuchthaus – Armeneinrichtungen im „pädagogischen Zeitalter“


In der Armenfürsorge ging Landgraf Karl von Hessen um 1700 neue Wege. Im Unterschied zur älteren Karitas stand unter seiner Regierung die Förderung armer Untertanen durch Unterricht und Arbeitserziehung im Zentrum der Sozialpolitik. Sowohl das von Landgraf Karl 1690 gestiftete Waisenhaus in der Unterneustadt als auch das 1720 eröffnete neue Zuchthaus an der Fulda waren Teil eines pädagogischen Programms, das für das 18. Jahrhundert insgesamt charakte-ristisch wurde. Der Erfolg dieser Bemühungen sollte jedoch begrenzt sein.


Donnerstag, 26. April 2018, 18.30 Uhr, Museum Fridericianum
Dr. Jochen Ebert:


Domänenwirtschaft unter Landgraf Carl


Die Regierungszeit Landgraf Carls markiert in der Geschichte der hessen-kasselischen Domä-nengüter einen grundlegenden Wendepunkt. Zentrale Kennzeichen des Wandels sind die Vergrößerung des Domänengüterbestandes durch den Ankauf adeliger Güter und der Übergang von der Administration zur Verpachtung der fürstlichen Landgüter. Ausgehend von den Veränderungen wird der Vortrag auf die zeithistorischen Hintergründe und die Funktion der Domä-nengüter für den Fürstenstaat eingehen, um die Zielrichtung der landesherrlichen Domänenpoli-tik zu erhellen.


Donnerstag, 03. Mai 2018, 18.30 Uhr, Museum Fridericianum
Prof. Dr. Gerhard Aumüller:


Kontinuitäten und Wendepunkte in der Kasseler Hofmusik und Landgraf Carl


Stand zu Beginn der Regierung Carls die Hofmusik im Zeichen der deutschen Kammermusik, so setzt ab etwa 1700 mit mehreren italienischen Musikern eine Blüte der italienischen Opern-kultur in Kassel ein. Exzellente Geiger wie Daniel Eberlin und Johann Adam Birckenstock bestimmten das virtuose Niveau der Hofkapelle, von der auch die Musikerziehung der landgräflichen Kinder profitierte. Der Besuch Johann Sebastian Bachs zur Orgeleinweihung in der Martinskirche im September 1732 stellt sicher den Höhepunkt der Pflege der Kirchenmusik unter Carls Nachfolger Friedrich dar.


Donnerstag, 17. Mai 2018, 18.30 Uhr, Museum Fridericianum
Prof. Dr. Christoph Kampmann:


Ein hessischer "Carolus Magnus"?
Ziele und Grenzen der Politik Landgraf Carls von Hessen-Kassel (1677– 1730).


Groß gedacht! Groß gemacht?“ So lautet der Titel dieser Sonderausstellung zu Landgraf Carl von Hessen-Kassel In der Tat war es eine charakteristische Tendenz der Politik dieses hessischen Herrschers, auf ganz unterschiedlichen Feldern hochfliegende, ehrgeizige Ziele zu verfolgen, die die begrenzten Kräfte seines Fürstentums nicht selten überspannten. Der Vortrag wird dies beispielhaft illustrieren und dabei vor allem Gründe sowie Folgen dieses spezifischen Regierungsstils in den Blick nehmen.


Donnerstag, 24. Mai 2018, 18.30 Uhr, Museum Fridericianum
Prof. Dr. Holger Thomas Gräf:


Kriege und Militär unter Landgraf Carl


Während der mehr als ein halbes Jahrhundert umfassenden Regierungszeit Landgraf Carls führten die zahlreichen Kriegen hessisches Militär von der Ostsee bis auf den Balkan und Sizilien meist auf der Grundlage von Subsidienverträgen. Nach einem Überblick über diese Einsätze werden anhand einiger Beispiele die Konsequenzen für die Zusammensetzung des hessischen Militärs in den Blick genommen.


Donnerstag, 07. Juni 2018, 18.30 Uhr, Museum Fridericianum
Dr. Sebastian Dohe:


Der Nukleus der Gemäldegalerie – Landgraf Carls Gemäldebesitz


Unter den Künsten am Hofe Landgraf Carls wird Malerei oft als kultureller Nebenschauplatz behandelt, im Schatten von Architektur und Plastik. Dennoch wurden zahllose Gemälde in Kassel gefertigt, gelangten in Landgraf Carls Besitz und an andere Höfe Europas. Der Vortrag gibt Einblicke in die Herausforderungen und Rahmenbedingungen, Malerei am Hofe Landgraf Carls historisch einzuordnen.


Donnerstag, 14. Juni 2018, 18.30 Uhr, Museum Fridericianum
Dieter Wunder:


Landgraf Carl und die Ritterschaft –
Der Streit um die Einrichtung eines Damenstifts in Kaufungen (1705–1729)


Landgraf Carl war ein Akteur auf der europäischen Bühne und großer Bauherr, immer voller Initiativen. Es erstaunt, dass er die zweite Hälfte seines Lebens hartnäckig das Projekt Damenstift betrieb, mit dem er das Problem armer adliger Frauen lösen wollte, sich aber in Hessen keine Freunde machte. Seine Hoffnung, den Adel dafür zu gewinnen, wurde enttäuscht. Seine Macht als Landesherr war zu gering, um das Projekt gegen dessen Widerstand durchzusetzen. Erst seinen Söhnen gelang es, im Einvernehmen mit dem Adel die Grundidee des Projekts, Unter-stützung armer adliger Frauen, zu verwirklichen.


Donnerstag, 21. Juni 2018, 18.30 Uhr, Museum Fridericianum
Delia Scheffer:


Das Fürstenhaus im Bild: Porträts der Herrscherfamilie am Hofe Landgraf Carls

Bildnisse hatten an den Herrscherhöfen nicht nur Erinnerungswert, sondern vor allem eine bedeutende Funktion für die Repräsentation des Regenten und seiner Familie. Der Vortrag erläutert, ob und in welchem Umfang dies auch für den Kasseler Hof in der Regierungszeit Landgraf Carls zutrifft.


Donnerstag, 28. Juni 2018, 18.30 Uhr, Museum Fridericianum
Anna-Lena Geisel und Prof. Dr. Anne-Charlott Trepp:


„Die wagen Machine ist nunmehr zur weiteren perfection gebracht“ –
Wissenschaft, Religion und Ökonomie am Kasseler Hof


Am Beispiel des nahezu unerforschten Theologen, Hofpredigers und Maschinenbauers Conrad Mel thematisiert der Vortrag die spannungsreiche, in der Vormoderne jedoch keineswegs ungewöhnliche Verschränkung von Wissenschaft, Religion und Ökonomie am Hof Landgraf Carls.