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Verein f├╝r Hessische Geschichte und Landeskunde
Kassel 1834 e. V.

- Zweigverein Kassel -

Arbeitskreis Denkmalschutz und Stadtgestalt

Unser Arbeitskreis f├╝r Denkmalschutz und Stadtgestalt ist nach wie vor unerm├╝dlich f├╝r den Erhalt historischer Zeugnisse im Kasseler Stadtbild aktiv. Leider haben wir nicht immer den gew├╝nschten Erfolg. Aber auch f├╝r Teilerfolge oder Anregungen, die aufgegriffen werden, lohnt sich unser Einsatz.
Positiv wirkt sich auch aus, dass wir mit Dr. Christian Presche wieder im Denkmalbeirat der Stadt Kassel vertreten sind.
Besonderer Dank gilt Dr. Christian Presche und Karl-Martin Rosner f├╝r ihren unerm├╝dlichen Einsatz.

Mitstreiter sind im Arbeitskreis gerne gesehen, je mehr um so erfolgreicher!
Unser Arbeitskreis f├╝r Denkmalschutz und Stadtgestalt trifft sich jeweils am 3. Donnerstag im Monat im ÔÇ×KunsttempelÔÇť, gegen├╝ber der Stadthalle in der Friedrich-Ebert-Stra├če.
Sprecher ist unser Vorstandsmitglied Dr. Christian Presche: (Telefon 0561/13326; info@presche-chr.de.)

 

Aktuelle Themen sind zur Zeit

  1. Umbaupl├Ąne der K├Ânigsstra├če
  2. Geplante Bebauung Baunsbergstra├če/Heideweg

 

  1. Umbaupl├Ąne der K├Ânigsstra├če.
    Eine ausf├╝hrliche Ausarbeitung von Dr. Christian Presche zu diesem Thema finden Sie unter
    http://www.presche-chr.de/christian/Koenigsstrasse_Positionen_zum_Umbau_CPresche.pdf

    Am 26.5.2015 berichtete die HNA ├╝ber die Bedenken, die unser Arbeitskreis zu den vorliegenden  Gestaltungspl├Ąnen der Stadt hat.
    Es folgt der Originalbrief an die HNA vom 21.5.2015

    Pressemitteilung: Umbau K├Ânigsstra├če, Beleuchtung
    Der Arbeitskreis f├╝r Denkmalschutz und Stadtgestalt Kassel betrachtet die aktuellen Planungen f├╝r die K├Ânigsstra├če mit Sorge: Durch das dunkle, graue Pflaster und die H├Ąngeleuchten erhalte Kassels wichtigste Einkaufsstra├če den ÔÇ×CharmeÔÇť einer Hauptverkehrsstra├če. Die gro├če H├Âhe und die geringere Anzahl der stark blendenden Leuchten w├╝rden nicht nur bei Nacht eine unwirtliche Atmosph├Ąre erzeugen, sondern auch den st├Ądtebaulichen Charakter der Stra├če empfindlich st├Âren:
    ÔÇ×Der freie Blick auf Landesmuseum und Martinskirche ist bisher pr├Ągend f├╝r die K├Ânigsstra├če ÔÇô das ist ein starker Wiedererkennungswert, der auch f├╝r das Stadtmarketing relevant ist,ÔÇť so der Sprecher des Arbeitskreises, Dr. Christian Presche. ÔÇ×W├Ąhrend die langen perspektivischen Fluchtlinien der K├Ânigsstra├če in einem Punkt zusammenlaufen, setzt der Turm des Museums einen absichtlichen senkrechten Akzent oberhalb dieses Fluchtpunkts. Dieser wirkungsvolle Abschluss der Stra├če kommt jedoch nur zur Geltung, wenn er nicht durch weitere Akzente und Fluchtlinien ├╝ber der Stra├če ├╝berlagert wird. Aber genau in diesen wichtigen, offenen Luftraum sollen nun die Leuchten geh├Ąngt werden.ÔÇť
    Besonders kritisch sieht der Arbeitskreis die n├Ąchtliche Situation, wenn die H├Ąngeleuchten den angestrahlten Museumsturm (und den Laserstrahl) ├╝berblenden werden.

    ÔÇ×Das Landesmuseum ist 1907ÔÇô12 durch den bedeutenden Architekten und Stadtplaner Theodor Fischer sorgsam auf den gesamten Stra├čenverlauf abgestimmt worden: als Blickpunkt und zugleich als optische ├ťberleitung zur Wilhelmsh├Âher Allee.ÔÇť Standlaternen unterst├╝tzten die gerade Ausrichtung der K├Ânigsstra├če auch ├╝ber den Friedrichsplatz hinweg und seien schon im 18. Jh. ein integraler Teil der Gestaltung gewesen. Die heutige Laternenform, die sich an Kasseler Vorbilder der 1820er Jahre anlehnt, sei inzwischen selbst ein Markenzeichen der Stra├če. Es sei auch zu einfach, die Masten als st├Ârendes Hindernis abzutun: ÔÇ×Die Laternenmasten grenzen lediglich die Stra├čenbahntrasse ab ÔÇô einen Bereich, in dem der Aufenthalt ohnehin problematisch ist.ÔÇť Damit seien sie sogar ein zus├Ątzlicher Sicherheitsfaktor, der (anders als nur ein Streifen im Pflaster) auch dann wirke, wenn man nicht st├Ąndig auf den Boden achten wolle oder k├Ânne. Und selbst die Anbringung leicht auffindbarer Abfallk├Ârbe sei mittels der Masten pragmatisch gel├Âst.

    Der Arbeitskreis bedauert, dass offenbar schon fr├╝hzeitig eine Festlegung durch die verantwortlichen Planer getroffen wurde; als Vorbild werde der Erfurter Anger genannt, den dasselbe B├╝ro bereits mit H├Ąngeleuchten ausgestattet hat. ÔÇ×Beide Stra├čen sind aber nicht miteinander vergleichbarÔÇť, so Presche: ÔÇ×Der Anger ist eine gebogene mittelalterliche Stra├če, die vom Blick auf die gekr├╝mmten, abwechslungsreichen H├Ąuserfronten lebt; die Stra├čenbreite variiert und es gibt keine weithin sichtbaren markanten Endpunkte. Der Verzicht auf Standlaternen ist dort durchaus berechtigt.ÔÇť Die geradlinige barocke K├Ânigsstra├če stelle dagegen ganz andere ├Ąsthetische Anforderungen, auf die auch entsprechend eingegangen werden m├╝sse.
    gez. Christian Presche

    im Namen des Arbeitskreises f├╝r Denkmalschutz und Stadtgestalt
    in gemeinschaftlicher Tr├Ągerschaft von:
    Gesellschaft f├╝r Kultur- und Denkmalpflege / Hessischer Heimatbund, Niederhess. Zweigverein Kassel e.V., Verein f├╝r Hessische Geschichte und Landeskunde e. V. - Zweigverein Kassel, Verein Freunde des Stadtmuseums Kassel e.V.

    Diesem Brief sind 3 Anlagen mit Abbildungen und weiteren Erl├Ąuterungen beigef├╝gt. Den vollst├Ąndigen Brief k├Ânnen Sie einsehen unter:
    http://www.presche-chr.de/christian/AkDS_Pressemitteilung_Koenigsstrasse_Beleuchtung.pdf

     
  2. Geplante Bebauung Baunsbergstra├če/Heideweg
    Unser Arbeitskreis hat zu der geplanten Bebauung eine Pressemitteilung herausgegeben, die am 17. Juni 2015 in der HNA ver├Âffentlicht wurde.
    Diese steht zum Nachlesen oder Herunterladen auf der Internetseite von Christian Presche bereit:

    http://www.presche-chr.de/christian/AkDS_Stellungnahme_Neubau_Baunsbergstra├če_Heideweg.pdf

 


 

Unser Arbeitskreis wird geh├Ârt und hat zumindest beachtliche Teilerfolge:

Am 15.2.2014 berichtete die HNA ├╝ber das Engagement f├╝r das Industriedenkmal Salzmann. Eventuelle Erfolge werden sich langfristig zeigen.
Objekte wie der Renthof, der Ausbildungsst├Ątte (Mauritianum) von Heinrich Sch├╝tz, stehen zur Diskussion;
in der Planung Freibad Wilhelmsh├Âhe ist Ruhe eingekehrt (ein wenig auch Verdienst unseres Arbeitskreises Denkmalschutz;
das Zollamt am alten Hauptbahnhof wird leider doch abgerissen;
die Torwache als authentische Grimmwohnung und das ehemalige FA Goethestra├če als Justizzentrum sind in der Politik und der Realisierung etwas n├Ąher ger├╝ckt.
Die Planung Hess. Landesmuseum wurde vorgestellt. Lt. Herrn Presche werden die Pl├Ąne dem Geb├Ąude gerecht (Erbauer: Theodor Fischer).

 


Was wird aus dem Palais Bellevue?

Resolution zur Sanierung des Palais Bellevue,
beschlossen von der Mitgliederversammlung am 24. M├Ąrz 2010

Der Verein f├╝r Hessische Geschichte und Landeskunde, Zweigverein Kassel, ├Ąussert seine grosse Besorgnis ├╝ber den Umgang seitens der Stadt Kassel mit dem Palais Bellevue angesichts der aktuellen Planungen, welche in der Sitzung des Ausschusses (der Stadtverordnetenversammlung) f├╝r Kultur am 16. M├Ąrz 2010 vorgestellt wurden.

Das Palais Bellevue, zeitweise Hauptresidenz K├Ânig J├ęr├┤mes und Kurf├╝rst Wilhelms I., ist das einzige herrschaftliche Wohngeb├Ąude der Kasseler Innenstadt, welches auch im Inneren authentisch erhalten ist und von der h├Âfischen Wohnkultur des sp├Ąten 18. Jh. zeugt. In seiner landes- und baugeschichtlichen Bedeutung f├╝r Kassel ist mit diesem Geb├Ąude sonst nur noch der Wei├čensteinfl├╝gel in Wilhelmsh├Âhe vergleichbar. Im Mansardgeschoss des Palais sind zudem wesentliche Teile der ehemaligen Sternwartenaufbauten erhalten (Ursprungsnutzung von 1714), so dass das Geb├Ąude auch einen wissenschaftsgeschichtlichen Wert besitzt.

Die aktuellen Planungen f├╝r An- und Umbauten entsprechen dagegen in keiner Weise der inzwischen angek├╝ndigten denkmalgerechten Sanierung, sondern folgen z. T. weiterhin der im M├Ąrz 2008 pr├Ąsentierten Planung f├╝r einen Ausbau als Museumsgeb├Ąude ÔÇô und dies sogar, obwohl bislang nicht einmal ein Nutzungskonzept vorliegt, das ├╝berhaupt eine Veranlassung f├╝r derartige Eingriffe bieten k├Ânnte. Auch eine vorgesehene Nutzung des 2. Obergeschosses und des Dachgeschosses (mit den Relikten der Sternwarte) f├╝r B├╝ros und Wohnr├Ąume ist angesichts der technischen Erfordernisse und der Brandschutzvorschriften mit einer denkmalgerechten Sanierung unvereinbar.

Angesichts der hohen historischen und baugeschichtlichen Bedeutung des Palais Bellevue fordert der Verein deshalb eine behutsame Nutzung, die sich nach der vorhandenen Bausubstanz richtet, sowie einen Verzicht auf jegliche Anbauten an das Hauptgeb├Ąude. Die Forderung nach einer denkmalgerechten Instandsetzung und Nutzung gilt dabei auch f├╝r die erhaltene Bausubstanz im Inneren des Seitenfl├╝gels (f├Ąlschlich als ÔÇ×RemiseÔÇť bezeichnet).

Dipl.- Ing. Christian Presche

Bellevue Original

Bellevue mit Anbau

Das Palais Bellevue im gegenw├Ąrtigen Zustand
(Aufnahme von 2008)

Bildmontage:
Das mindestens zu erwartende Bauvolumen!

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